Unsere Empfehlung:
Das Methusalem-Komplott

Autor: Frank Schirrmacher
Verlag: Blessing


Das Methusalem-Komplott, Autor: Frank Schirrmacher von Verlag: Blessing

Im Handel seit: Mai 2004
Art: Gebundene Ausgabe
ISBN: 3896672258

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überfällig.

Ich habe einer Vorstellung des Buches beigewohnt und war spontan begeistert!
Der Autor verblüfft den Leser (oder den Interessenten) mit Tatsachen, die "wir alle" eigentlich täglich wahrnehmen, die uns aber nicht mehr erschrecken (obwohl sie zum Schrecken und Stirnrunzeln anregen) weil wir uns daran gewöhnt haben. Daran gewöhnt, daß unsere Gesellschaft nahezu (über)altert ist, "wir" das Alter aber eigentlich ablehnen und dem Jugendwahn fröhnen.
Das ist nur ein simples Beispiel der "Alteraparadoxie" in unserer Gesellschaft, auf die F. S. uns aufmerksam macht.
Die Frage, was mit Enkeln passiert, die mind. jeweils 4 Großeltern haben, wird ebenfalls aufgeworfen. Mal ganz zu schweigen von den "armen" Großeltern, die sich nun zu Acht ein Enkelchen teilen müssen....
Das erfordert Flexiblität von den Senioren, die ihnen so leicht in unserer jungen, dynamischen Gesellschaft spätestens ab 54 1/2 nicht mehr zugetraut wird!
Wo soll das nur hinführen?
F.S. stellt diese für uns alle relevanten Fragen, räumt auf jeden Fall mit der sich selbsterfüllenden Prophezeiung auf, daß es ab einem best. Alter sowieso bald bergab geht und macht in jedem Fall so neugierig auf sein Werk, daß wir es hoffentlich bald alle vor unseren (hoffentlich noch nicht alterskurzsichtigen) Augen haben werden! .

Thema sehr wichtig, Aufarbeitung sehr schlecht.

Frank Schirrmacher hat das sehr wichtige Gesellschaftsproblem der Überalterung, welches uns in sehr naher Zukunft in nie dagewesenem Ausmaße ereilt, öffentlich zur Sprache gebracht. Alle Achtung dafür und für das Zusammentragen von erschütternden Fakten und Daten, dafür gebe ich dem Buch die Gesamtnote 3, obwohl die Wichtigkeit der Thematik selbst die 5 verdient hätte. Die Aufbereitung und Darlegung der Dinge in Wort und Schrift durch Herrn Schirrmacher ergötzt sich zu einer endlos langatmigen, sich immer und immer wiederholenden schier endlosen unsortierten Arie ohne roten Faden. Mir kommt es vor, als hätte der Verlag ein erstes Brain-Storming des Autors wegen des zu erwartenden finanziellen Erfolges des heißen Themas sofort und übereilt gedruckt, um es auf der Frankfurter Buchmesse noch zu veröffentlichen, ungeachtet des dadurch zigfach verübten Zeitraubes an den Lesern. Für die literarische Aufarbeitung hätte Schirrmacher von mir die geringste Punktzahl 1 bekommen.
Die Thematik hätte auf die Hälfte zusammengestrichen und besser strukturiert werden können, damit das Lesen angenehm und nicht anstrengend verläuft und auch ungeübtere Leser den Überblick beim Satzbau und beim Thema nicht verlieren.
Freundliche Grüße aus der Eifel ! .

Wichtiges Thema--kümmerliche Umsetzung.

Nachdem ich das Buch eben nicht zuende gelesen habe, muss ich meinen Vorrednern zustimmen. Ein wichtiges Thema, die Grundprämisse stimmt, aber die Umsetzung ist äusserst nichtssagend.Des weiteren habe ich persönlich den Eindruck, dass der Zenith der hohen Lebenserwartung längst überschritten ist und (bei unveränderten Lebensgewohnheiten) die Generation der heute 30, 40 und 50-Jährigen früher altern wird als die Generation der heute úber 80-Jährigen--ob sie früher sterben werden, oder früher pflegebedürftig (was schlimmer wäre) werden, sei einmal dahingestellt. Das von Schirrmacher erwähnte Beispiel von den Obstfliegen (sie leben länger, wenn man sie hungern lässt) gibt zu denken. Die heute 80-Jährigen haben zwei Kriege und Nahrungsmittelknappheit durchlebt. Die jüngeren Generationen kennen nichts als Überfluss. Bereits 40-Jährige sehen heutzutage allzu oft nicht sehr gesund aus. Allergien sind auf dem Vormarsch.Andere wichtige und nicht minder problematische Trends, die sich heute schon abzeichnen, bleiben unerwähnt (Abwanderung der Arbeit an billigere Kräfte im Osten, die Rolle der nach wie vor geburtenstarken Länder, wie der indische Subkontinent).Vermisst habe ich auch die praktische Nutzanwendung. Es steht doch an die Wand geschrieben, dass kein Geld mehr da sein wird, wenn die heute 50-Jährigen (und darunter) einmal ihre Rente antreten. Wie reagieren wir also darauf? Wie würde es die Gleichung ändern, wenn wir uns ab sofort wieder den 'Luxus' von mehr Kindern leisten? "Was Ihr sähet, das werdet ihr ernten".Natürlich kann jeder seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen, und ich für mich tue das auch. Aber von einem derartigen Buch darf man mehr und konkretere Anregungen erwarten. .

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