Unsere Empfehlung:
Den Toten dienen

Autor: Martin DelRio, Reinhold H. Mai
Verlag: Heyne


Den Toten dienen, Autor: Martin DelRio, Reinhold H. Mai von Verlag: Heyne

Im Handel seit: Februar 2005
Art: Broschiert
ISBN: 3453520157

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Kurz und... naja, eigentlich nur kurz...

Der Rezensionstitel sagt es schon, das erste, was einem nach dem Durchlesen dieses Buches für eine Rezension in den Sinn kommt, ist sein fast schon erschreckend geringer Umfang. Gerade mal 237 Seiten spendiert uns DelRio, aufgeteilt in 47 teilweise sehr kurze Kapitel, wie wir es ja schon von den beiden Vorgängerromanen her kennen, und auch ein Kandidat mit ganzen 1,5 Seiten ist diesmal wieder darunter. Besonders der Abschlussroman einer Triologie sollte meiner Meinung nach ein wenig länger sein, oder zumindest im Bereich der ersten beiden Teile liegen. Gut, Masse ist zwar nicht gleich Klasse, aber auch eine gute Story verliert, wenn man sie auf zu wenig Seiten zusammenquetscht.In der letzten Rezension hatte ich gespannt auf einen furiosen Abschluss der Triologie gewartet, und nun... naja, einen Abschluss haben wir, aber unter furios verstehe ich was anderes. Ok, die Story für sich ist logisch, gut erzählt und zeigt interessante Ansätze, wie z.b. die "Agententätigkeiten" und Intrigen der verschiedenen Parteien auf Terra. Aber leider bleibt es weitestgehend nur bei diesen Ansätzen, obwohl man von vielen Aspekten sehr gerne noch mehr lesen würde. Wer dafür auf eine Entschädigung in den Actionsequenzen sucht, wird ebenfalls leicht enttäuscht. Die Kämpfe finden, wie schon gewohnt, wieder erst im letzten Romandrittel statt. Sie sind zwar ganz gut beschrieben, aber leider viel zu schnell wieder vorbei, ähnlich wie in "Der Himmel schweigt". Auch markante, spektakuläre Szenen, die sich einem lange ins Gedächtnis brennen, vermisse ich irgendwie (Wer von den alten Hasen erinnert sich z.B. nicht mehr an den Endkampf am Thunder Rift?). Und den Ausgang der Kämpfe, bzw. den Ausgang der gesamten Story, kann man sich mit grosser Wahrscheinlichkeit schon vorher ausmalen (weil es eben nicht anders enden "kann").Fazit: 
Der Roman ist meiner Meinung nach noch ok, aber im Vergleich zu den beiden anderen Büchern der, uhm, "Northwind-Triologie" der schwächste aller drei Teile. 3 Sterne sind noch drin, aber man hätte aus diesem Buch leicht noch etwas mehr machen können. Eine stabile Basis ist ja da, es fehlen halt nur noch einige zusätzliche Kapitel, um der Story etwas mehr Tiefe und Vielschichtigkeit zu geben. .

Showdown auf Terra.

Zur Handlung:
Galaxiscommander Anastasia Kerensky und ihre Stahlwölfe sind auf dem Weg zur Eroberung Terras. Tara Campbell, die Countess of Northwind, ist ihr mit den letzten Highlandern dicht auf den Fersen, um sich den Clannern entgegenzustellen und für das Überleben der Republik zu kämpfen. Doch es ist Paladin Ezekiel Crow, der es als Erster von Northwind nach Terra schafft. Hier bietet sich ihm die womöglich letzte Chance, sein dunkles Geheimnis doch noch vor der Öffentlichkeit und vor allem vor Exarch Damien Redburn zu bewahren - allerdings hat die Countess verständlicherweise genau gegenläufige Pläne: Sie muß unbedingt dafür sorgen, daß die Führung der Republik die Wahrheit über die jüngsten Ereignisse auf Northwind und Crows Rolle darin erfährt - nur wer glaubt schon einer unerfahrenen jungen Adligen, wenn ihr Wort gegen das eines Paladins der Republik steht? Als dann auch noch ihre Beweise mit samt dem Boten einfach spurlos verschwinden, findet sie sich in der Kazandra-Rolle wieder: Niemand will ihr glauben und die Katastrophe in Form der Claninvasion rückt unaufhaltsam näher. Auch Paladin Jonah Levin muß eingestehen, ohne konkrete Beweise nichts gegen Crow unternehmen zu können. Völlig unerwartet ergreift jedoch Jacob Bannson, Chef von Bannson Universal Unlimited, zu Gunsten Tara Campbells Partei - doch welche geheimen Ziele verfolgt er damit wirklich?
Schließlich trifft die Streitmacht der Stahlwölfe im System ein und Anastasia Kerensky fordert, was in den Augen der Clanner schon seit jeher ihr Anrecht war: Den Besitz Terras! Die Entscheidungsschlacht beginnt ...Das große Ganze:
„Den Toten dienen" ist die Fortsetzung von „Der Himmel schweigt" und „Schatten der Wahrheit". Insgesamt gesehen eine wirklich erstklassige Geschichte, auch wenn der dritte Teil nicht ganz an die ersten beiden heranreicht. Dennoch - oder vielleicht gerade deshalb - ist dieser Roman von mir einfach nur als Pflichtlektüre für alle Freunde der Dark-Age-Reihe zu bezeichnen. Da das Ende dieses Buches auch relativ offen gestaltet ist, bleibt außerdem noch die Hoffnung auf ein späteres Wiedersehen mit den in dieser Trilogie inzwischen wirklich liebgewonnenen Charakteren.Mein Fazit:
Gemeinsam mit den beiden Vorgängerromanen sollte man „Den Toten dienen" auf jeden Fall gelesen haben! Für sich betrachtet (und an den anderen Beiden gemessen) ist dieser dritte Teil irgendwo zwischen drei und vier Sternen anzusiedeln, also „ehrlich gut", aber eben nicht „wirklich klasse". Ich lege mich fest und sage: Drei Sterne! .

kurzweiliges Vergnügen.

Schade, zwei verschneite Nachmittage haben ausgereicht, um dieses etwas kurz geratene Buch durchzulesen. Dabei fehlt dem Roman eigentlich nichts, soweit es die Handlung angeht, die ist logisch aufgebaut und findet (für eine Romanserie) ein plausibles Ende. Nur ist die Beschreibung der einzelnen Gegebenheiten sehr stark eingedampft.
Mechkämpfe selbst findet man nur sehr wenige, und die auch erst nach zwei Dritteln des Romans, obwohl der Autor soviele richtige Mechs wie in bisher keinem anderen der Darkage-Reihe auftreten lässt, nämlich sechs Stück. Aber irgendwie sind die Kämpfe sehr schnell vorüber. Auch an anderer Stelle hätte man die Handlung ruhig etwas ausweiten können. Denn zwischendrin fühlt man sich fast an die Zeiten des Attentäters in den Stackpole-Romanen erinnert, allerdings nur fast, denn auch hier gestattet Del Rio dem Agenten keine ausgedehnten Handlungen.
Was mich positiv überrascht hat, war, dass dieser Roman als vollständig eigener Sci-Fi durchgehen könnte. Man benötigt wirklich kein Hintergrundwissen zu Battletech oder MW-Darkage, um die Handlung und angesprochene Technik zu verstehen. Und das, obwohl endlich einmal nicht ein K-F-Antrieb mitten im Text über eine halbe Seite lang beschrieben wurde. Und es wurde auch darauf verzichtet, im Text zu beschreiben, was ein Battlemech eigentlich ist. Anscheinend halten die Autoren und Lektoren die Leser endlich für erwachsen genug, um bei Unklarheiten hinten im Glossar nachzuschlagen oder einfach die eigene Phantasie anzustrengen.
Auch wenn dieser Roman als eigenes Buch durchgehen könnte, ist es sicher von Vorteil, die beiden anderen Romane von Del Rio vorher zu lesen, da diese die Vorgeschichte erzählen.Denn nachdem die Stahlwölfe sich von den Highlandern erneut eine blutige Nase geholt hatten, setzten sie Kurs in Richtung Terra. Schließlich war es schon immer Ziel der Clans, Terra einzunehmen, um dadurch Ilclan, also die anführende Fraktion zu werden. Und Kerensky hätte natürlich nichts gegen den Posten des Ilkhans einzuwenden und lässt sich deshalb von nichts und niemandem aufhalten, auch nicht von Leuten aus den eigenen Reihen, die ihre Führungsposition aufgrund der kürzlich erlittenen Verluste anfechten.
Doch die Highlanders selbst geben sich nicht geschlagen, auch wenn sie von den Stahlwölfen stark dezimiert wurden und Ihre wichtigsten Städte in Schutt und Asche liegen. Sie begreifen, dass sie die Einzigen sind, die vom bevorstehenden Angriff auf Terra wissen. Deshalb entblößen sie ihren Planeten jeglicher Truppen und versuchen, in den Kampf um Terra noch rechtzeitig eingreifen zu können.
Unerwartete Schwierigkeiten liefert hierbei der verräterische Paldin Ezekiel Crow, der dem Echarchen seine eigene Darstellung der kürzlichen Ereignisse abliefert. Doch Crow ist nicht der einzige Paladin, der sich auf Terra aufhält und nicht der einzige, der seine Kontakte zu nutzen weiß ...Alles in allem ein gelungener Roman, nur leider etwas kurz. .

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